DLRG Norderstedt überzeugt bei WM

 

Norderstedt.  Wenn Rettungsschwimmerin Silvia Lindermann von der DLRG Norderstedt in den vergangenen Monaten in Richtung Hamburger Stadtpark unterwegs war, hatte sie stets nur ein Ziel: Ab aufs Wasser. Immer dabei war ein kleines, rotes Rettungsbrett ("Rescue Board"), auf dem die 29-Jährige kniend und mit den Armen paddelnd ihre Runden auf dem Stadtparksee drehte. "Ich wurde oft angesprochen und gefragt, was ich denn hier so mache und was das für einen Sinn hat."

Sie wollte in Form kommen für das Saisonhighlight: die Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer in den Niederlanden. Daran nahm die Physiotherapeutin genauso wie ihre Schwester Sonja, Lizza Parbst, Simona Mey, Victoria Gärtner, die Brüder Lars und Jannik Hein, Julian Frenzel, Jan Kurkowski und Jakob Babbel teil. Bei den Interclub World Championships, also den Wettbewerben speziell für Vereine, traten sie gegen 167 Konkurrenzteams an.

Die Norderstedter hatten ein straffes Programm zu absolvieren. Am Nordseestrand von Noordwijk standen sieben Einzeldisziplinen und vier Staffeln an. Anschließend ging es ins mehr als 150 Kilometer entfernte Eindhoven, wo im modernen Pieter van den Hoogenband Swimstadium die Hallenwettbewerbe – sechs Einzel- und fünf Teamentscheidungen – ausgetragen wurden.Das Meer präsentierte sich überraschend friedlich. "Ich habe die Nordsee noch nie so glatt erlebt", sagte Silvia Lindermann. Die Bedingungen kamen vor allem den Youngstern im Team, Jakob Babbel und Jan Kurkowski, zugute. Da die beiden 17-Jährigen hauptsächlich auf Binnenseen wie der Costa Kiesa in Wilstedt trainieren konnten, waren sie froh, auch bei der WM in ruhigem Gewässer mit dem Board fahren oder mit dem sechs Meter langen Rettungskajak paddeln zu können.

 

Hier gibts die Ergebnisse:

WM 2016